Richtig begrüßen in Corona-Zeiten

Händeschütteln ist passé, zumindest erst einmal für die nächsten Wochen. Allerdings war es auch schon vor der Corona-Pandemie in einigen Unternehmen üblich, sich nicht mehr mit Handschlag zu begrüßen, weiß Koschani-Bongers. Welche Möglichkeiten gibt es denn stattdessen? Erst einmal gilt es, den Reflex zu unterdrücken, dem Gegenüber die Hand entgegenzustrecken. Oder eine, die einem hingehalten wird, nicht zu ergreifen.

Wer cool sein wollte, machte den „Fist Bump“: Man stieß immer die Fäuste aufeinander, so dass die Handflächen einen geballten Schutz erhielten. Aber das ist in Zeiten tückischer Erreger nicht wirklich angebracht, denn - schwupps - wandern sie von den Handknöcheln in Mund und Nase. Die Variante, Ellenbogen oder Unterarme aneinander zu stoßen, ermöglicht ebenfalls nicht, den derzeit angemessenen Abstand von 1,5 m bis 2 m einzuhalten.  Virenfrei lässt sich auch grüßen, hält man es so wie Commander Spock von der Enterprise. Aber das soll ja gar nicht jeder können, Zeige- und Mittelfinger auf die eine, Ring- und kleinen Finger auf die andere Seite zu bringen und businesstauglich ist es auch nicht wirklich. Und ob sich das Füßeln als Alternative zum Handshake durchsetzt, ist zu bezweifeln und laut Koschani-Bongers international sowie nicht zu empfehlen. Wenn man dazu noch den richtigen Abstand einhalten möchte und nicht gerade versiert in Kung Fu ist, dürfte es außerdem ziemlich ungelenk aussehen oder womöglich auch zu Unfällen führen.

Ein freundliches, dem Gegenüber zugewandtes Lächeln mit Blickkontakt war hingegen schon immer eine gute Alternative. Die indische Variante der zusammengefalteten Hände, der „Namaste-Gruß“, dürfte aufgrund der Selbstberührung virentechnisch unbedenklich sein. Das praktizieren auch immer mehr Politiker, wie zum Beispiel der österreichische Präsident Van der Bellen, ebenso Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei der Begrüßung von Spaniens König Felipe in Paris. Dieser nickte einfach nur freundlich zurück. Für dessen Frau Letizia gab es hingegen einen Luftkuss in gebührendem Abstand von Macron – dafür entschied sich dann auch Macrons Ehefrau Brigitte.

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